Ein notwendiger Nachtrag zu meinem Artikel

in WN 1/03, S. 81 – 84

Als ich meinen Artikel über die Appaloosa-Zucht in Österreich schrieb, war mir nicht klar, dass dieser innerhalb der Verbandsseiten der AApA abgedruckt und damit einen halboffiziellen Charakter erhalten würde. Vielmehr ging ich davon aus, dass er im redaktionellen teil der Zeitschrift erscheinen würde, so wie er auch in der deutschen „Western Horse“ erschienen ist. Der Artikel stellt also ganz und ausschließlich meine persönliche Meinung über die österreichische Appaloosa-Zucht dar; allerdings glaube ich – als einer der ersten Züchter dieser Rasse in Europa (seit 1975) und als Fachautor von mehr als achtzig Beiträgen über Appaloosas – über diese Pferderasse ein kompetentes Urteil abgeben zu können.

Während die Reaktionen, die ich von Leserinnen und Lesern erfahren habe, überwiegend positiv waren, haben mir die Foundation-Züchter, die in dem Artikel überproportional berücksichtigt, bezüglich des Abschnitts „Was lässt sich zusammenfassen?“ vorgeworfen, ich hätte darin ein einseitig negatives Bild ihrer „Foundation Horses“ gezeichnet. Diese Kritik kann sich nach sorgfältiger Prüfung des Abschnittes nur auf den Satz beziehen (Zitat): „Große Köpfe, teilweise zu kurze Hälse aus steilen schultern, eine schmale Brust, schwache Bemuskelung, lange Röhrbeine und häufig sehr steile und lange Fesselung können nur sehr Mutige als züchterischen Fortschritt bezeichnen.“

Wenn durch diese Formulierung der Eindruck entstanden sein sollte, ich hätte damit alle in Österreich gezüchteten Foundation Horses charakterisieren wollen (die ich im übrigen ja gar nicht kenne), so bedaure ich das außerordentlich. Nichts lag mir ferner! Ich glaube mich allerdings berechtigt, Beobachtungen, die ich nicht nur bei Einzelexemplaren gemacht und auf die ich die Züchter auf deren Wunsch mündlich bereits hingewiesen hatte, in meinem Artikel nicht verschweigen zu dürfen. Gespräche mit einigen dieser Züchter, die ich im zeitlichen Zusammenhang mit meinem Halterkurs vom 11. bis 13. 04. erfreulicherweise führen konnte, haben mir den Eindruck vermittelt, dass wir über dieses Thema in Kontakt bleiben werden.

Dahlenburg, den 24.04.2003 Hans-Wolfgang