Geschichte

Die Geschichte der Appaloosa ist genauso bunt und einzigartig wie ihre Fellzeichnung.
Schon vor 20.000 Jahren malten vorzeitliche Künstler die ersten getupften Pferde an Höhlenwände. Nach Amerika kamen die ersten Pferde mit den Spaniern, die sie für die Eroberung des Westens verwendeten. Nach und nach verbreiteten sich verwilderte Hauspferde über ganz Amerika. Im frühen 18. Jahrhundert kannten und nutzten die meisten Indianerstämme das Pferd.

Es gab jedoch nur einen Indianerstamm, bei dem man von selektiver Zucht sprechen konnte. Die Nez-Perce Indianer fanden besonders Gefallen an den bunten Pferden und züchteten in nur wenigen Jahrzehnten durch harte Auslese ein mittelgroßes, wendiges, aber auch intelligentes Reitpferd. Da man diese Pferde hauptsächlich im Nordwesten der USA in der Gegend des Palouse-River fand, wo die Nez-Perce Indianer ihre Jagdgründe hatten, wurden sie unter "A Palouse Horse" bekannt. Aus diesem Namen entwickelte sich "a Palousey" und daraus der heutige Name der Rasse "Appaloosa".

Im Jahre 1877 wurden die Nez-Perce Indianer gezwungen in Reservate umzusiedeln. Etwa 800 Stammesmitglieder weigerten sich und zogen mit 2000 Appaloosas in Richtung Kanada. Nach 108 Tagen und 2500 Meilen kapitulierten die meisten von ihnen unter dem letzten überlebenden Häuptling Chief Joseph(siehe auch Chief Josef Trail). Die Pferde wurden ihnen weggenommen und in einer großen Auktion an interessierte Farmer versteigert und damit in alle Winde verstreut.

Glücklicherweise waren einige Rancher von den Appaloosas so begeistert, daß sie diese Rasse 1938  unter der Initiative von Claude Thompson, wieder zurück und weiter züchteten.  Sie gründeten den Appaloosa Horse Club in Oregon (ApHC), der die Förderung der Zucht und jede Unterstützung der Appaloosarasse zum Ziel hat. Heute sind dort weltweit über 600.000 Appaloosas eingetragen. Hinzu kommen jedes Jahr ca. 10.000 Neuregistrierungen und die Appaloosarasse ist damit die viertgrößte der Welt. Der heutige Sitz des ApHC ist in Moscow, Idaho.

Diese Pferde mit ihrer einzigartigen Geschichte verdienen es, als eigenständige Rasse -ohne Fremdeinkreuzung- weitergezüchtet zu werden.